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Leitfaden für Einsteiger: Druckgussgerechtes Design

Last Updated: März 16, 2026

4 mins

Sie sind neu im Druckguss? Erfahren Sie hier, wie Sie Konstruktionsprinzipien für eine optimale Herstellbarkeit wirksam umsetzen.

Fertigungsgerecht konstruieren

Ein Bauteildesign, das die Vorteile des Druckgusses nutzt, ist entscheidend für die Rentabilität Ihrer Investition. Unabhängig davon, ob sich Ihr Projekt besser für den konventionellen Druckguss, den Multi-Slide-Druckguss oder die Baugruppenmontage eignet: Das Bauteil sollte stets mit Blick auf den Produktionsprozess konstruiert werden. Mit anderen Worten: Ingenieure sollten jedes Projekt auf optimale Herstellbarkeit ausrichten.

Design for Manufacturing (DFM) ist eine zentrale Methodik, die sicherstellt, dass Druckgussteile die Spezifikationen erfüllen und weniger Nachbearbeitungsschritte erfordern. Da diese Arbeitsschritte häufig bis zu 80% der Bauteilkosten ausmachen können, ist es wichtig, sie bereits in der Konstruktionsphase zu minimieren.

DFM ist mehr als nur ein Konzept: Es hilft, Kosten und Ineffizienzen zu beseitigen, bevor Ihr Projekt in die Produktion übergeht. In diesem Blogbeitrag zeigen wir Ihnen drei Möglichkeiten, Ihr Druckgussteil für einen maximalen ROI auszulegen.

Gewicht und Wandstärke reduzieren

Beim Druckguss zählen Material- und Maschinenzeit zu den größten Kostentreibern. Durch gewichtssparende Aussparungen und geringere Wandstärken können Sie beides reduzieren.

Die Verringerung von Gewicht und Wandstärke in Querschnitten mag naheliegend erscheinen. Weniger Gewicht bedeutet weniger Material und damit niedrigere Materialkosten. Zugleich verkürzt sich die Erstarrungszeit, sodass mehr Gießzyklen pro Minute möglich sind. Einige Unternehmen opfern jedoch die Leistungsfähigkeit zugunsten niedrigerer Kosten.

Damit die Bauteilfunktion erhalten bleibt, sollten Gewicht und Wandstärke gezielt reduziert werden, ohne die Bauteilfestigkeit zu beeinträchtigen. Wählen Sie bei der Konstruktion anhand der mechanischen und physikalischen Anforderungen Ihres Projekts die Legierung, die auch bei dünnen Wänden zuverlässig funktioniert.

Wenn Ihr Bauteil beispielsweise korrosionsbeständig und formstabil sein muss, eignet sich dünnwandiger Aluminiumdruckguss. Aluminium ist korrosionsbeständig und weist eine hohe Maßstabilität sowie Härte auf.

Möchten Sie erfahren, welche Legierung am besten zu Ihrem Projekt passt? Filtern Sie mit unserem dynamischen Tool zur Metallauswahl nach den benötigten mechanischen und physikalischen Eigenschaften.

Gleichmäßige Wandstärken sicherstellen

Bei der Reduzierung der Wandstärke ist es womöglich noch wichtiger, auf Gleichmäßigkeit zu achten. So schaffen Sie die Voraussetzungen für ein durchgehend stabiles, reproduzierbares und fertigungsgerecht optimiertes Gussteil.

Unterschiedliche Wandstärken können durch variierende Fließdrücke und eine ungleichmäßige Erstarrung zu Porosität führen. Unsere Ingenieure bei Dynacast verfügen über zahlreiche Möglichkeiten, ein endkonturnahes Bauteil im Druckguss mit gleichmäßigen Wandstärken herzustellen.

In Abbildung 2 sehen Sie, dass das Bauteil links mehrere Wände aufweist, die deutlich dicker sind als der dünnste Bereich des Bauteils. Würde es auf diese Weise gegossen, entstünde ein schwächeres, poröses Teil. Stattdessen höhlen unsere Ingenieure die dickeren Wandbereiche aus, um eine gleichmäßigere Wandstärke zu erzielen, und versehen die Kerne mit Rippen, um die Bauteilfestigkeit sicherzustellen.

Entformungsschrägen und Toleranzbereiche berücksichtigen

Berücksichtigen Sie bei der Konstruktion Ihres Bauteils die für die Materialien Ihres Projekts erreichbaren Entformungsschrägen und Toleranzen, um Verzögerungen durch Neukonstruktionen zu vermeiden. Bei Entformungsschrägen sind für Zink grundsätzlich 0,5º und für Aluminium 1º-2º erreichbar. Bei den exakten Toleranzen sind für Zink in der Regel ±0,001" bis ±0,002" möglich, während Aluminium ±0,002" bis ±0,004" einhalten kann.

Wenn Sie erreichbare Entformungsschrägen und Toleranzen berücksichtigen, können Sie vermeiden, unnötige Kosten in die Konstruktion einzuplanen. Zu häufig fordern Unternehmen sehr enge Toleranzen und minimale Entformungsschrägen, obwohl diese Merkmale für eine optimale Bauteilfunktion nicht erforderlich sind. Das Ergebnis sind fehlerhafte Gussteile.

Verfolgen Sie stattdessen einen ganzheitlicheren Konstruktionsansatz. Definieren Sie die unkritischen Maße Ihres Bauteils, um großzügigere Toleranzbereiche zu ermöglichen. Da dadurch weniger hochpräzise Geometrien verschleißen, verlängert sich die Lebensdauer Ihrer Werkzeuge. Zugleich erleichtern Toleranzbereiche die Planung der Toleranzkette für das gesamte Bauteil. So können Sie Bearbeitungen und Nachbearbeitungsschritte nach Möglichkeit vermeiden und Ihr Design optimal auf die Vorteile des Druckgusses ausrichten.

Intelligenter arbeiten

Wenn Sie Ihr Bauteildesign an die Vorteile des Druckgusses anpassen, nutzen Sie nicht nur dessen Effizienz umfassend, sondern können auch Ihre geschäftlichen Anforderungen besser erfüllen.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie Sie Ihr Druckgussteil effizient und für eine optimale Herstellbarkeit konstruieren? Melden Sie sich für unser Webinar Kosten bereits in der Konstruktionsphase senken an.

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