Last Updated: Dezember 5, 2024
Aluminium ist das häufigste Metall auf der Erde. Seine physikalischen und mechanischen Eigenschaften machen es zur idealen Wahl für Bauteile, die in nahezu jeder Branche eingesetzt werden können. Aluminium ist korrosionsbeständig, langlebig und weist ein hohes Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht auf.
Vorteile von Aluminium für Ihr Bauteil
Bei der Auswahl des Metalls für eine Anwendung steht Aluminium bei vielen Unternehmen ganz oben auf der Liste. Mit seinen besonderen mechanischen und physikalischen Eigenschaften bietet Aluminium Konstrukteuren wesentliche Vorteile. Das Metall ermöglicht leichtere Bauteile und mehr Optionen für die Oberflächenveredelung als andere Druckgusslegierungen. Zudem hält es von allen Druckgusslegierungen den höchsten Betriebstemperaturen stand und ist daher eine ausgezeichnete Wahl für Produkte, die Wärme ableiten müssen, etwa Computer und tragbare Geräte. Darüber hinaus ist Aluminiumguss vielseitig, korrosionsbeständig und bei dünnen Wandstärken äußerst maßhaltig, sodass er in nahezu jeder Branche eingesetzt werden kann.
Angesichts der vielen Vorteile von Aluminium mag es überraschen, dass der Großteil des Aluminiums mit anderen Materialien wie Magnesium, Eisen und Kupfer legiert wird. Der Grund: Der Einsatz von reinem Aluminium beziehungsweise Primäraluminium im Guss ist aufgrund des hohen Energiebedarfs bei der Gewinnung recht kostspielig. Recyceltes Aluminium beziehungsweise Sekundäraluminium ist deutlich kostengünstiger und leichter verfügbar – und zudem gut für die Umwelt.
Wie wird reines Aluminium gewonnen?
Vor 150 Jahren war Aluminium teurer als Gold – nicht weil es selten war, sondern weil seine Gewinnung teuer war und bis heute ist. Die Herstellung von Primäraluminium ist anspruchsvoll und kostspielig.
In seiner reinsten Form wird Aluminium aus einem tonhaltigen Erz namens Bauxit gewonnen. Das Bauxiterz wird gereinigt, sodass ein feines weißes Pulver entsteht: Aluminiumoxid. Durch Elektrolyse werden Aluminiumionen vom Oxid getrennt. Dabei setzt sich Aluminium in flüssiger Form am Boden eines Schmelzbads ab, wird entnommen und erstarrt zu dem Metall, das wir als Aluminium kennen.
Die Gewinnung von Primäraluminium ist nicht nur energieintensiv und aufgrund des hohen Stromverbrauchs kostspielig, sondern auch umweltschädlich. Während des Gewinnungsprozesses werden große Mengen CO2 in die Atmosphäre freigesetzt. Recyceltes Aluminium ist daher die ideale Alternative für eine energieeffizientere Aluminiumquelle.
Recyceltes Aluminium
Aluminium ist zu 100 % recycelbar. Und 75 % des jemals produzierten Aluminiums sind heute noch im Einsatz. Da Aluminium alle seine physikalischen und mechanischen Eigenschaften beibehält, ist es ein idealer, umweltfreundlicher Ersatz für Primäraluminium.
Sekundäraluminium wird zunächst aus verschiedenen Abfallströmen gewonnen. Schrott wird nach seiner chemischen Zusammensetzung sortiert – reinere Formen von recyceltem Aluminium erzielen dabei den höchsten Wert, während Aluminium mit Anteilen anderer Legierungen und Materialien den niedrigsten Wert aufweist. Da Aluminium nicht magnetisch ist, werden Verunreinigungen im Schrott mithilfe von Magneten entfernt. Das verbleibende Aluminium wird in kleine Stücke zerkleinert, von vorhandenen Oberflächenveredelungen befreit und eingeschmolzen, um die Schmelze zu reinigen. Das Endprodukt ist eine Aluminiumlegierung mit den Eigenschaften von reinem Aluminium.
Kreislaufrecycling
Industrieschrott, also ausgemustertes Metall von Herstellern und anderen Gießereien, ist eine wichtige Quelle für Recyclingmaterial bei Lieferanten. Dynacast gibt den gesamten als Nebenprodukt unserer Fertigung anfallenden Schrott zum Recycling, damit er in künftigen Projekten eingesetzt werden kann. Der geschlossene Kreislauf verhindert, dass Abfälle auf Deponien gelangen.
Verbraucherprodukte machen den restlichen Schrott aus, der recycelt wird. Gegenstände wie Aluminiumfensterrahmen werden sortiert, zerkleinert, gereinigt und eingeschmolzen, bevor sämtliche Nebenprodukte entfernt werden. Anschließend können dem Aluminium weitere Legierungen zugesetzt werden, wodurch Primäraluminium nahezu exakt nachgebildet wird.
Einsparungen durch recyceltes Aluminium
Der Energieaufwand für die Aluminiumherstellung ist der entscheidende Kostenfaktor. Die Gewinnung von Primäraluminium erfordert sehr viel Energie, hauptsächlich in Form von Strom, Erdgas und Flüssiggas. Die Luft- und Raumfahrtindustrie ist besonders für den Einsatz von Primäraluminium bekannt, da dort strenge Vorschriften und Qualitätsanforderungen gelten. Der Einsatz von Sekundäraluminium ist energieeffizienter als die Gewinnung von reinem Aluminium, da beim Guss mit Sekundäraluminium mit geringerem Aufwand große Mengen nutzbaren Materials hergestellt werden können. Zum Vergleich: Recyceltes Aluminium benötigt etwa 90 % weniger Energie als der Abbau von reinem Aluminium.
Der größte Teil des Energieverbrauchs beim Aluminiumdruckguss entfällt auf das Erhitzen und Wiedereinschmelzen des Metalls während der Fertigung. Deshalb kann Dynacast durch das Wiedereinschmelzen im eigenen Haus mehr Zeit, Energie und Geld sparen. Da die meisten Produkte aus Sekundäraluminium gegossen werden können und dabei vergleichbare Eigenschaften und Materialmerkmale erhalten bleiben, kann recyceltes Aluminium eine nachhaltige Lösung für Ihren nächsten Entwurf sein.
